Von 1967 bis heute

 

1967 wurde der Käfertaler Stadtpfarrer Gerhard Reinelt Nachfolger von Pfarrer Ludwig Mönch als Vorsitzender, und dieses Amt übt er noch heute aus. Nachdem er sich unter erheblichem Einsatz ehrenamtlicher Vorstandsmitglieder einen Überblick über die unübersichtliche Vermögenssituation verschafft hatte, stellte er fest, dass die umfangreichen Baumaßnahmen die Finanzen der Einrichtung stark strapaziert und an den Rand der Insolvenz gebracht hatten. Seine erste Aufgabe bestand darin, diesem Zustand durch einschneidende Sparmaßnahmen abzuhelfen. Dennoch gelang ihm die Fortführung des Bauprogramms:

 

1968 Aufstockung des Waschhauses zur Gewinnung von Personalzimmern und Anbau eines Kühlhauses

1970 Wiederherstellung der Spielhalle

1972 Erweiterung eines Gebäudes zur Schaffung weiterer Personalzimmer und zur Unterbringung der Notaufnahme.

1973 konnte aus dem Erlös einer Erbschaft der Familie Seitz aus Ilvesheim in Schriesheim-Altenbach das ehemalige „Schlenz-Kurheim“ am Waldrand erworben werden. Ursprünglich sollte das Haus als Ferienhaus dienen (und so wird es heute noch genannt), doch schon seit längerer Zeit bewohnt es die koedukative und altersgemischte Gruppe Kohlhof. Seit einigen Jahren besitzt das Kinderheim auch ein kleines Freizeithaus mit Waldgrundstück in Weinheim-Oberflockenbach im Odenwald.

 

1976 Jubiläumsfeier aus Anlass des hundertfünfundzwanzigjährigen Bestehens.

 

1979 konnte mit finanzieller Hilfe durch das Erzbistum Freiburg das Nachbarhaus und ein großes Grundstück erworben werden, das eine großzügige Erweiterung des Hauptgebäudes an der Wormser Straße und die Anlage von Sportstätten möglich machte. Die Heizung wurde erneuert und auf Fernwärme umgestellt.

1988 erhielt die Großküche eine völlig neue Einrichtung.

1987/88 Modernisierung der Waschküche, der Notaufnahmeräume und einiger Gruppenwohnungen samt Sanitäranlagen

1994 entstand ein moderner Abenteuerspielplatz und das Dachgeschosses des Hinterhauses wurde ausgebaut.

1999 erhielt das Gebäude der Notaufnahme ein Dachgeschoss mit zusätzlichen Zimmern. Alle diese Maßnahmen wurden durch das Vorstandsmitglied Architekt Werner Abele geplant und errichtet. Die Finanzierung erfolgte unter Inanspruchnahme von Mitteln des Landeswohlfahrtsverbandes Baden und der Deutschen Behindertenhilfe „Aktion Sorgenkind“ (jetzt „Aktion Mensch“).

 

Heimleitung

1967 – 1986 Nach Sr. Maria Agredas Tod (1967) wurde Sr. Abundantia, die 1959 nach Käfertal gekommen war, Oberin und Heimleiterin. So blieb es bis 1986. Durch ihr eindrucksvolles persönliches erzieherisches Wirken hat sie sich für das Heim sehr verdient gemacht. Die Schwester wohnte auch im Ruhestand in der Einrichtung, solange es ihre Gesundheit erlaubte. Sie starb nach längerer Krankheit im Jahre 1990.

1986 Neuer Heimleiter wurde der Sozialarbeiter und Religionslehrer Heiz Kloss. Er trat 1993 in den Ruhestand.

1993 Nachfolgerin in der Heimleitung wurde Inge Groos, die bereits seit 1976 zuerst als Kinderpflegerin, nach Abschluss des Studiums als Diplom-Sozialpädagogin tätig war und 1983 zur Erziehungsleiterin und stellvertretenden Heimleiterin berufen wurde.

 

Die Differenzierung der pädagogischen Angebote (Notaufnahme, Mädchenwohngruppe) wurde seit der Übernahme der Heimleitung durch Inge Groos durch den Kauf bzw. die Anmietung von Wohnungen zur Verselbständigung der Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen, durch Hilfen zur Nachbetreuung und durch Erziehungsstellen fortgeführt und erweitert.

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